
Ein Einfamilienhaus zu bauen, das ist an so viele verschiedene Aufgaben gebunden. Ab einem bestimmten Punkt ist es soweit, das die Baustelle mit Strom versorgt werden muss. Schließlich müssen Handwerker ihre Maschinen in Funktion nehmen können, um sämtliche Arbeiten zu erledigen. Aber wie soll das gehen, wenn vielleicht noch nicht mal Wände stehen, geschweige denn Strom verlegt ist?
Die Lösung ist Baustrom, der die Baustelle mit Elektrizität versorgt. Bauherren können beziehungsweise müssen sich einen Stromaggregat mieten. Aber worauf kommt es eigentlich dabei an? Also wann, wie und wo muss der Baustrom beantragt werden? Viele Fragen stehen im Raum, sodass sich Bauherren immer rechtzeitig informieren müssen.
Baustrom auf der Baustelle unerlässlich – dafür braucht man ihn
Soll ein Einfamilienhaus gebaut werden, ist Baustrom besonders wichtig. Nichts geht ohne Strom. Es sei denn, die Handwerker brauchen kein Elektrowerkzeug und ähnliche Dinge, die Strom benötigen. Schon bei der einfachen Bohrmaschine geht es los. Mischmaschinen, Stichsägen, eben sämtliche Maschinen, die auf einer Baustelle benötigt werden, müssen angetrieben werden.
Natürlich gibt es auch akkubetriebene Maschinen, mit denen diverse Arbeiten erledigt werden können. Aber in dem Fall müssten die Handwerker immer einen ganzen Schwung Akkus mit dabei haben. Diese halten ja auch nur einen bestimmten Zeitraum. Und wenn kein Strom vorhanden ist, können ja die Akkus auch nicht aufgeladen werden.
Bauherren kommen also nicht drum herum, den Baufirmen Strom zur Verfügung zu stellen. Am besten funktioniert das mit einem Notstromaggregat, welches die Baustelle mit Strom versorgt. Meistens bleibt es an dem Bauherrn hängen, sich um den Baustrom zu kümmern. Von daher ist es wichtig, sich rechtzeitig um den Baustrom zu kümmern und sich genau zu informieren. Empfehlenswert ist es auch, sich um ein leises Stromaggregat zu kümmern, um die Geräuschquelle so gering wie möglich zu halten.
Wo und wann ist der Baustrom zu beantragen?
Da die Beantragung des Baustroms die Sache des Bauherrn ist, kommen nun die Fragen auf, wo und wann der Baustrom beantragt werden kann. Im Prinzip sollte so schnell wie möglich die Beantragung erfolgen. Ist die Baugenehmigung eingegangen, kann am besten die Beantragung durchgeführt werden. Gerade dann, wenn es eine Boomphase im Bereich Bau gibt, ist die rechtzeitige Beantragung unausweichlich. Es müssen administrative und technische Arbeiten erledigt werden, was mindestens zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen kann.
Geht es um die Beantragung des Baustroms, müssen sich Bauherrn an einen zertifizierten Elektro-Installateur wenden. Wichtig ist nur, dass der Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen ist. Manche Energieversorger bieten ebenfalls an, sich um die Situation zu kümmern. Für eine Beantragung werden Name und Anschrift des Bauherrn benötigt. Ebenfalls die Lage des Grundstücks, welches mit Baustrom versorgt werden soll, muss genannt werden. Auch ein Lageplan ist notwendig, damit der Netzbetreiber direkt sieht, welche Entfernung zur nächsten Anschlussmöglichkeit zu überbrücken ist.
Es kann auch sein, dass der Anbieter die benötiget Maximalleistung des Baustroms wissen möchte. Das wird natürlich nur ein Schätzwert, den der Elektriker sagen muss. Die Elektriker haben Erfahrungswerte in diesem Bereich, sodass es da einen ungefähren Wert gibt. Nachteilig ist vielleicht, dass man auf den lokalen Stromanbietern angewiesen ist, wenn Baustrom benötigt wird. Man kann sich also auf keine günstigere Alternative zugreifen.
Welche Kosten fallen für den Baustrom an?
Baustrom für den Hausbau bringt viele Kosten mit sich. Die Kosten pro Kilowattstunde weichen je nach Stromanbietern deutlich voneinander ab. In manchen Regionen liegen die Kosten für den Baustrom doppelt so hoch als in anderen Gebieten. Bauherrn müssen aber auch beachten, dass nicht nur die Kosten pro Kilowattstunde berechnet werden.
Es gibt auch noch andere Kosten, die zu beachten sind. Hierzu gehören die Mieten für verschiedene Einrichtungen. Es fallen Mietkosten für den Baustromkasten und den Zähler an. Aber auch die Kosten für den Anschluss und den Abbau müssen einfließen. Dies gehört alles zu den Baunebenkosten, die nicht unerheblich sind.
Wann wird kein Baustrom mehr benötigt?
Aber irgendwann ist dann auch einmal der Zeitpunkt gekommen, dass der Stromaggregat abgebaut werden und das Haus über den normalen Zähler angeschlossen werden kann. Das ist dann der Fall, wenn das Haus über einen festen Zähler mit Zählernummer verfügt. Ab dann können sich die Bauherren um einen günstigeren Stromanbieter kümmern und somit die Bauphase zu einem besseren Strompreis abschließen. Meistens ist der Stromkasten mit Stromzähler viel früher installiert und angeschlossen, als der Hausbau dauert.
Es können also die unterschiedlichen Handwerker ihre Arbeiten erledigen, indem sie den günstigen Strom aus der Steckdose verwenden, anstatt des teuren Stroms aus dem Stromaggregat. Da gibt es ziemlich viel Einsparpotential, sodass sich Bauherren freuen können, wenn endlich der Zeitpunkt gekommen ist, dass der normale Stromzähler in Funktion genommen werden kann. Es gibt aber noch viele weitere Punkte rund um den Hausbau, die Bauherren wissen sollten. Hierzu gehört unter anderem auch die Prüfung von Verträgen und Rechnungen.