Notstromaggregat – Lösung für den Stromausfall

Kaum ein Verbraucher denkt ernsthaft darüber nach, was eigentlich alles passieren kann, wenn plötzlich der Strom weg ist und mehrere Tage auch weg bleibt. Fachleute der Energiebranche haben dieses wichtige Thema aufgegriffen und im Bonner Wissenschaftszentrum über Wahrscheinlichkeiten und Folgen eines großen Stromausfalls diskutiert. In erster Linie, so die Feststellung der Experten, würden Kranke bei einem Blackout nicht versorgt, weiter könnte es zu Engpässen bei der Lebensmittelversorgung kommen. Reflexartig beeilte sich der Stromriese EON zu versichern, dass dies reine Panikmache sei.

Die Probleme werden unterschätzt

Notstromsteckdosen eines Notstromgenerators

Bisher haben die deutschen Verbraucher wenig Probleme mit der Stromversorgung. Das muss jedoch keineswegs so bleiben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat festgestellt, dass die Stromversorgung nicht mehr so stabil ist, wie noch vor einigen Jahren. Es besteht durchaus die Möglichkeit zu Ausfällen von einem oder zwei Tagen. Ein derart lang andauernder Stromausfall käme im hoch technologisierten Deutschland einer Katastrophe gleich. Nahezu nichts würde mehr seinen gewohnten Gang gehen können. Die Geldausgabe funktioniert nahezu überall elektronisch, selbst wenn man es noch hat würde man nicht an Treibstoff gelangen, die Zapfsäulen arbeiten ebenfalls mit Strom. Fehlender Diesel mangels Stromversorgung führt dabei gleichzeitig zu fehlendem Strom mangels Dieselversorgung, da Notstromaggregate für ihre Arbeit diesen wichtigen Saft benötigen.

Selbst wenn Diesel vorhanden ist, wird die Katastrophe gewaltige Ausmaße annehmen.

So verfügen nur sehr wenige Dialysezentren in Deutschland über ein Notstromaggregat, bei Pflegeheimen sieht es nicht viel besser aus. Auch die Vorräte in den Kühlschränken kann man nach wenigen Stunden zu einem großen Teil wegwerfen. Wie schnell es zu solch einer Notsituation kommen kann hat der Winter 2005 bewiesen, als im Münsterland die Strommasten knickten und eine Region in der Dunkelheit verschwand.

Notstromaggregate sind eine Lösung

Notstromaggregat von Berlan

Die üblichen Notstromaggregate sind in der Lage, das gesamte Stromnetz eines Haushaltes mit allen Verbrauchern zu versorgen. Es ist jedoch ratsam, bei den sogenannten Großverbrauchern wie Spül- und Waschmaschine oder Herd eine gewisse Sparsamkeit walten zu lassen. Ein Notstromaggregat mit einer Leistung von drei bis fünf Kilowatt Leistung und einem Brennstoffvorrat von ca. 20 Litern erhält man, inklusive Montage, für 3.000 bis 4.000 Euro. Geht man in einer Notsituation mit dem Strom sparsam um und kommt mit fünf Kilowattstunden am Tag aus, arbeitet das Gerät etwa drei bis vier Tage, danach muss der Tank aufgefüllt werden. In der Regel handelt es sich um Dieselaggregate. Bei den gelegentlich auch zum Einsatz kommenden Benzinmotoren müsste auf Spezialbenzin zurückgegriffen werden.

Wesentlich preiswerter und auch einfacher zu installieren ist ein kleineres Notstromaggregat mit einer Leistung von drei Kilowatt oder weniger. Das reicht jedoch nur für vorher festgelegte Verbraucher wie Gefriergeräte, Kühlschrank, Heizung und Notbeleuchtung. Allerdings ist auch bei diesen Geräten eine Erdung sowie eine Spannungsregelung erforderlich, damit die Elektronik der Verbraucher keinen Schaden nimmt.

Viele betrachten die für wenige hundert Euro angebotenen mobilen Notstromaggregate aus den Baumärkten mit einer Leistung von 0,5 bis 2,0 Kilowatt als perfekte spontane Lösung zur Stromerzeugung. Wegen der Abgase dürfen sie in geschlossenen Räumen nicht betrieben werden. Der notwendige Treibstoff, in der Regel Benzin, darf in einer Menge bis zu 20 Litern in Metallkanistern im Haus gelagert werden. Diese mobilen Geräte können im Intervallbetrieb durchaus mehrere Tage die Stromversorgung im Notbetrieb sicherstellen. Es ist jedoch unbedingt zu empfehlen, dass die Betriebsanleitung vor der Inbetriebnahme sorgfältig gelesen wird. Das häusliche interne Stromnetz kann und darf man mit einem solchen Notstromaggregat nicht versorgen. Es dürfen lediglich Verbraucher angeschlossen werden, die über einen Netzstecker verfügen, der in die üblichen genormten Steckdosen passt. Wenn Sie hiermit Strom für Lampen, den Gefrierschrank oder andere Geräte produzieren wollen, sollten Sie auf jeden Fall, neben dem Notstromgenerator, auch eine ausreichende Anzahl von Mehrfachsteckdosen und ausreichend Verlängerungskabel bevorraten.

Es gab auch ein Leben vor dem Strom

Wir sind es gewohnt, dass Strom immer und überall zur Verfügung steht. Wir denken nicht mehr darüber nach, dass unsere Vorfahren ohne Strom heizen und kochen mussten. Sie hatten verschiedene stromlose Geräte zur Verfügung, um sich das Leben zu erleichtern, beispielsweise Holzherde oder Kachelöfen, die inzwischen wieder in vielerlei Ausführungen am Markt zu haben sind. Hinzu kommt aus dem Bereich der Neuentwicklungen aus den letzten hundert Jahren Solarleuchten, Sonnenöfen und etliche batteriebetriebene Geräte. Sie haben uns ein trügerisches Gefühl der Sicherheit gegeben. Mit dieser Technik und diesen Geräten sollte man jeden Stromausfall überstehen können. Sie allein können uns bei einem solchen GAU jedoch nicht am Leben erhalten. Der soziale Zusammenhalt bei einer solchen Katastrophe dürfte eine Rolle spielen, die derzeit noch unvorstellbar ist. Auf jeden Fall aber wichtiger als alle sozialen Netzwerke, die auf Internet basieren und bei einem Stromaufall ebenfalls nicht funktionieren werden. Das ist der Moment, an dem ein Freund in der Nachbarschaft wichtiger wird als 500 auf der Welt.

Und plötzlich ist er weg

Im November 2005 gingen, wie schon erwähnt, nach starken Schneefällen, für 250.000 Menschen für drei Tage die Lichter aus, Strommasten kippten um, Hochspannungsleitungen hingen zu tief oder rissen. Die ganz Schlauen werden jetzt darauf hinweisen, dass es in ihrer Region erstens nur selten, zweitens wenn dann wenig schneit. Außerdem sind die Leitungen bei ihnen nicht hoch gespannt sondern tief vergraben. Diese Leute sollten sich nicht weiter sorgen, sondern einfach abwarten, bis ein Bagger bei Erdarbeiten eine Leitung kappt, ein übermüdeter Mitarbeiter irgendwo einen Schalter falsch umlegt oder ein verwirrter Geist eine Umspannstation in die Luft jagt. Menschliches und technisches Versagen, militärische Konflikte, Epidemien, Naturkatastrophen, terroristische und kriminelle Aktivitäten können für eine Unterbrechung der Stromversorgung verantwortlich sein. Es ist auch keineswegs mehr utopisch, dass irgendwo auf der Welt ein Hacker das gesamte Stromnetz lahmlegt und blockiert. Unser Strom ist sicher! Selbstverständlich ist er das – die Renten sind ja auch sicher. Laut Wahrscheinlichkeitsrechnung haben wir alle paar Tausend Jahre einen Stromausfall von mehr als einem Tag – natürlich! Die Techniker haben uns ja auch vorgerechnet, dass es nur alle 100.000 Jahre zu einem GAU in einem Kernkraftwerk kommt. Nachdem wir in den letzten 30 Jahren bereits 3 solcher GAU’s hatten, können wir ja nun unbekümmert in neue Kernkraftwerke investieren. Der nächste GAU ist ja, der Wahrscheinlichkeit nach, jetzt erst wieder in 300.000 Jahren zu erwarten. Die, die bis dahin fällig gewesen wären, hatten wir ja schon.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Notstromgenerator von Berlan

Genauso, wie man eigentlich einen gewissen Lebensmittelvorrat anlegen sollte, um in Katastrophenfällen mit dem notwendigsten versorgt zu sein, so sollte sich auch jeder darüber Gedanken machen, wie er sich notfalls mit Strom versorgen kann. In allen Katastrophenszenarien ist immer die Rede davon, dass man sich über das lokale Radio informieren soll. Funktioniert allein schon deshalb nicht, weil 80% aller Haushalte nicht über ein Transistorradio verfügen. Wie informieren Sie sich bei einem Stromausfall?

Der Nutzen eines Notstromgenerators mag überall unterschiedlich sein, aber gegeben ist er immer. In einer Katastrophensituation kann es lebensrettend sein, mit einem solchen Aggregat ein Minimum an Heizung aufrecht zu erhalten. Auch Licht kann im Zusammenhang mit einem Stromausfall besondere Bedeutung erhalten. Licht mag zwar nicht zwingend notwendig sein um das Leben zu erhalten. Es kann jedoch durchaus dazu beitragen, die allgemeine Nervenanspannung zu lösen und Ruhe in die Situation zu bringen.

Notstromaggregate können für einen privaten Haushalt durchaus immense Bedeutung erlangen. Ob jedoch jemals der Notfall eintritt und man tagelang ohne Strom auskommen muss, kann niemand vorhersagen. Sicher dürfte einzig und allein eines sein: Wer irgendwann tatsächlich einmal in einer Notsituation ohne Strom landet wird sich ganz besonders über das vorhandene Notstromaggregat freuen.

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